Blutegeltherapie

Bei der Blutegeltherapie werden 1–12 Blutegel gesetzt (je nach Schwere des Leidens und der Blutfülle oder Blutentmischung. Oft an den Beinen oder am Rücken. Der Egel wird so lange auf der Haut gelassen, bis er sich nach ca. einer Stunde vollgesogen hat und abfällt.


Die Blutegel scheiden ein spezielles Sekret (Hirudin) aus, das die Blutgerinnung hemmt. Dies hat ein erwünschtes längeres Nachbluten zur Folge, was maßgeblich zur lokalen Entstauung beiträgt.

Der Patient sollte sich deshalb für eine Blutegeltherapie genügend Zeit nehmen. Meist werden die Egel morgens angesetzt; abends wird dann vom Heilpraktiker der letzte Verbandswechsel vorgenommen. Besondere Anwendung findet dieses Verfahren bei Krampfadern, Hämorrhoiden, Migräne und anderen lokalen Stauungen